Bundesregierung lässt Oberpfalz im Regen stehen - Bahnstrecke Hof-Regensburg wurde nicht überprüft

Veröffentlicht am 11.11.2010 in Verkehr

MdB Marianne Schieder

Vollmundig versprochen - nichts gehalten

Entsetzt zeigt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder über die heute von Minister Ramsauer vorgestellten Ergebnisse der Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen. "Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, dass das wichtigste Bahnprojekt für die Oberpfalz nicht einmal überprüft wurde", so Marianne Schieder. Sowohl die bayerischen CSU-Abgeordneten als auch die bayerische Staatsregierung haben in den letzten Monaten vollmundig und gebetsmühlenartig auf die Wichtigkeit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof hingewiesen und ihren Einsatz dafür bekundet. Doch Minister Ramsauer nimmt seine Kolleginnen und Kollegen wohl nicht ernst. Er erklärt, dass eine Anpassung der Bedarfspläne zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich sei.

Mit der Elektrifizierung kann jedoch auf keinen Fall gewartet werden bis es einen neuen Bundesverkehrswegeplan gibt, betont MdB Marianne Schieder. So weist der Minister sogar selber in seinem Bericht darauf hin, dass die Verkehrsleistung für den Güterverkehr auf der Schiene bis 2025 eine Steigerung um insgesamt 65 Prozent prognostiziert werde, beim Seehafenhinterlandverkehr wachse das Aufkommen sogar um 131 Prozent.

MdB Marianne Schieder hofft, dass die Bahn dennoch Wege und Mittel finden wird, die Strecke zu elektrifizieren. Sie selbst wird sich jedenfalls auch unter den veränderten Voraussetzungen für die baldige Elektrifizierung einsetzen. Vor allem auch dafür, dass die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner nicht vergessen werden, wie zum Beispiel ein ausreichender Lärmschutz.

Bei der Veranstaltung am 3. November in Nabburg haben sowohl die Vertreter der IHK als auch die Deutsch Bahn im Schulterschluss mit der SPD mit aller Deutlichkeit die Dringlichkeit der Maßnahme betont. Gleichzeitig wurde von Seiten der SPD nochmals manifestiert, dass die Realisierung nicht ohne die Einbindung der Region vor Ort erfolgen dürfe.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.