MdB Marianne Schieder Vollmundig versprochen - nichts gehalten
Entsetzt zeigt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder über die heute von Minister Ramsauer vorgestellten Ergebnisse der Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen. "Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, dass das wichtigste Bahnprojekt für die Oberpfalz nicht einmal überprüft wurde", so Marianne Schieder. Sowohl die bayerischen CSU-Abgeordneten als auch die bayerische Staatsregierung haben in den letzten Monaten vollmundig und gebetsmühlenartig auf die Wichtigkeit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof hingewiesen und ihren Einsatz dafür bekundet. Doch Minister Ramsauer nimmt seine Kolleginnen und Kollegen wohl nicht ernst. Er erklärt, dass eine Anpassung der Bedarfspläne zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich sei.
Mit der Elektrifizierung kann jedoch auf keinen Fall gewartet werden bis es einen neuen Bundesverkehrswegeplan gibt, betont MdB Marianne Schieder. So weist der Minister sogar selber in seinem Bericht darauf hin, dass die Verkehrsleistung für den Güterverkehr auf der Schiene bis 2025 eine Steigerung um insgesamt 65 Prozent prognostiziert werde, beim Seehafenhinterlandverkehr wachse das Aufkommen sogar um 131 Prozent.
MdB Marianne Schieder hofft, dass die Bahn dennoch Wege und Mittel finden wird, die Strecke zu elektrifizieren. Sie selbst wird sich jedenfalls auch unter den veränderten Voraussetzungen für die baldige Elektrifizierung einsetzen. Vor allem auch dafür, dass die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner nicht vergessen werden, wie zum Beispiel ein ausreichender Lärmschutz.
Bei der Veranstaltung am 3. November in Nabburg haben sowohl die Vertreter der IHK als auch die Deutsch Bahn im Schulterschluss mit der SPD mit aller Deutlichkeit die Dringlichkeit der Maßnahme betont. Gleichzeitig wurde von Seiten der SPD nochmals manifestiert, dass die Realisierung nicht ohne die Einbindung der Region vor Ort erfolgen dürfe.