"Billiglöhne in Europa stoppen!"

Veröffentlicht am 15.09.2016 in Presse

„Es darf nicht sein, dass in Europa Arbeitnehmer_innen unter Billiglöhnen und niedrigen Arbeitschutzstandards leiden, weil die EU-Kommission und einige Mitgliedstaaten nichts dagegen unternehmen wollen. Diese Marktverzerrungen gefährden den sozialen Frieden Europas. Sozialdumping ruft letztendlich Vorurteile und Protektionismus auf den Plan. Dies muss endlich ein Ende haben", ärgert sich Ismail Ertug, Europaabgeordneter der Sozialdemokraten.

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch einen Initiativbericht angenommen, der die EU-Kommission unter Druck setzt, weitere Reformen vorzulegen. Das Parlament verabschiedet damit zum ersten Mal einen umfassenden Report über Sozialdumping in Europa.
„Wir Sozialdemokraten haben in der Resolution schärfere Sanktionen gegen Unternehmen durchgesetzt, die bei der Entsendung von Arbeitnehmern die Vorschriften nicht einhalten. Dafür brauchen wir mehr Personal bei der Arbeitsaufsicht und einen besseren Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten bei Verstößen. Arbeits- und Ruhezeit müssen einheitlich dokumentiert werden -  ob am Steuer eines LKW, in der Gastronomie oder auf dem Bau“, so Ertugs Kollegin Jutta Steinruck, sozial- und beschäftigungspolitische Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament.

Der Anstieg von Schwarzarbeit, Scheinselbständigkeit und Unterauftragsvergabe führt zunehmend zu prekären Arbeitsverhältnissen und einer Verschlechterung des Arbeitnehmerschutzes. Aktuell besitzen nur noch 59 Prozent der Arbeitnehmer in Europa Vollzeitverträge, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Beschäftigungsausschusses aufzeigt.

„Gleichwertige Arbeit, gleiche Rechte und fairer Wettbewerb - das müssen die Hauptanliegen eines gut funktionierenden Binnenmarkts sein. So schützen wir nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die kleinen und mittleren Unternehmen, die in Europa die wichtigste Quelle von Arbeitsplätzen sind“, so Ertug und Steinruck abschließend.

Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament fordern zudem, bei der nun anstehenden Überarbeitung der Entsenderichtlinie, das Prinzip ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort‘ festzuschreiben und ein vorbehaltloses System der Solidarhaftung für die gesamte Kette von Unterauftragnehmern einzuführen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.