AWO und SPD:Bürgerschaftliches Engagement verbindet

Veröffentlicht am 06.07.2009 in Landespolitik

Gemeinsame sozialpolitische Ziele standen im Mittelpunkt eines Treffens des SPD-Bezirksvorstandes und der engeren Bezirksvorstandschaft der Arbeiterwohlfahrt Niederbayern/Oberpfalz. Die SPD-Bezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer machte deutlich, dass es der SPD wichtig sei, mit befreundeten Organisationen im Dialog zu bleiben.

AWO Bezirksvorsitzender Siegfried Depold stellte zusammen mit seinen Stellvertretern Hedi Pable (Landshut) und Martin Seibert (Amberg) den großen AWO Bezirk in seinen Strukturen erstmals vor. Demnach basiere der Wohlfahrtsverband auf zwei Säulen, dem Mitgliederwesen und den sozialen Einrichtungen. Der AWO Bezirk habe in seinen Ortsvereinen und Kreisverbänden ca. 10.000 Mitglieder. Eine im letzten Jahr gestartet Werbeaktion soll im September diesen Jahres positiv abgeschlossen werden. Hedi Pable erinnerte daran, dass es einmal fester Brauch war, dass jedes SPD-Mitglied auch ein förderndes Mitglied bei der AWO war.

Bei der zweiten Säule, so Depold, sei zu berichten, dass der AWO Bezirk bei den Sozialunternehmen alle Altersbereiche abdecke, von der Kinderkrippe über die weiteren Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Schülerbetreuungen in den verschiedensten Schultypen bis hin zu den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Beim AWO Bezirk Niederbayern-Oberpfalz seien rund 1350 Beschäftigte angestellt.

Depold bemängelt im Bereich der Pflegesätze die restriktive Zahlungsmoral des Bezirks Niederbayern, demnach werden Investitionskosten nicht vollends übernommen. Martin Seibert unterstrich diese Tatsache auch für den Bezirk Oberpfalz. Kritisch äußerten sich die AWO Verantwortlichen zu den neuen Heimnoten nach 82 Kriterien. Das seien Momentaufnahmen und könnten nie die Gesamtsituation eines Hauses wiedergeben.
AWO Vorsitzender Depold und seine Vertreter erläuterten die neuen Wege im Seniorenheimbau. Es sei festzustellen, dass immer mehr Gemeinden „ihr“ Heim haben möchten, damit die älteren Bewohner nicht aus dem Ort wegziehen müssten. Ein Investor erstellt das Heim nach engen Absprachen mit dem Betreiber AWO, der in der Regel auch die Gemeinde mit ins Boot der Betreibergesellschaft holt.

Bezirksvorsitzende Johanna Werner Muggendorfer sowie die beiden Stellvertreter MdL Bernhard Roos und MdL Reinhold Perlak waren von den Ausführungen beeindruckt, was bei der AWO im bürgerschaftlichen Engagement sowie im sozialen Unternehmensbereich für die Gesellschaft geleistet wird.

Foto: SPD Spitze mit den AWO Bezirksvertretern im Gespräch (von rechts) MdL Reinhold Perlak (Straubing), stellvertretende AWO Bezirksvorsitzende Hedi Pable (Landshut), MdL Bernhard Roos (Passau), SPD Bezirkschefin Johanna Werner-Muggendorfer, MdL (Neustadt, Donau), AWO Bezirksvorsitzender Siegfried Depold (Pocking) und stellvertretender AWO Bezirksvorsitzender Martin Seibert (Amberg).

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.