
Dr. Andreas Angersdorfer (3. v. links) mit Ruth Müller und MdL Johanna Werner-Muggendorfer (4. und 5. v. links)
Demokratie stärken - Rechtsradikalismus bekämpfen
Ausstellung in Saal eröffnet – drei weitere Stationen folgen

Demokratie stärken - Rechtsradikalismus bekämpfen
Ausstellung in Saal eröffnet – drei weitere Stationen folgen
Mit einem Vortrag von Dr. Andreas Angersdorfer wurde gestern im Beisein von Landrat Hubert Faltermeier und MdL Johanna Werner-Muggendorfer die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Volksschule Saal eröffnet. Gemeinsam mit dem SPD-Arbeitskreis Labertal hat die Landshuter SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller die Ausstellung für vier Wochen reserviert – sie wird nun nach Saal in der kommenden Woche an der Volksschule Pfeffenhausen zu sehen sein. Geiselhöring und Neufahrn folgen ebenfalls.
Die demokratiefeindlichen Rechtsextremisten mit ihrem menschenverachtenden Weltbild scheinen ein fester Bestandteil des politischen Alltags zu werden. Sie müssen als Dauerproblem unseres demokratischen Gemeinwesens begriffen werden auch in Bayern, deshalb wurde diese neue Ausstellung konzipiert. Von Murnau bis Lohr a. M. sind Neonazis und Skinheads öffentlichkeitswirksam präsent. Das Erscheinungsbild und das Auftreten, vor allem der NPD und ihrer Jugendorganisation „JN“ (Junge Nationaldemokraten), hat sich gewaltig gewandelt. Ihre Propaganda zielt in jüngster Zeit verstärkt auf Jugendliche und junge Heranwachsende. Mit dem „Projekt Schulhof“ („Den Nationalismus in die Schulen tragen“), mit kostenlosen „Schulhof-CDs“ (die vor den Schulen verteilt werden), mit Skinhead-Konzerten, dem „Braunen Lifestyle“ usw. versuchen Rechtsextremisten eine rechte Jugendkultur zu fördern. Diese Ausstellung soll über Strukturen und Strategien des Rechtsextremismus aufklären, zur inhaltlichen Auseinandersetzung und zum konkreten Handeln vor Ort anregen, so Harald Zintl von der Regensburger Niederlassung der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ mit dem Untertitel "Demokratie stärken. Rechtsradikalismus bekämpfen" zeigt auf 15 Schaubildern die aktuellen, wichtigsten rechtsradikalen Entwicklungen in Bayern auf: rechte Parteien, regionale Vernetzungen, Neue Rechte, rechte Frauen-Szene, Internet, Vorfälle. Ein besonderer Akzent wurde auf die rechte Jugend-Szene gelegt: Rechtsextreme Musikszene, „Brauner Lifestyle“ und seine Symbole, das „Projekt Schulhof“ usw.
Auf den letzten 4 Tafeln „Was kann man dagegen tun?“ werden verschiedene Formen, Aktionen und Initiativen vorgestellt, die sich für die Abwehr des Rechtsextremismus engagieren und gleichzeitig demokratisches Bewusstsein und die Bereitschaft zum zivilgesellschaftlichen Engagement wecken wollen.
Die Dokumentation stützt sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, die eine Zunahme rechtsextremer Einstellungen und Auftritte belegen. "Deshalb müssen wir Augen und Ohren offen halten und dürfen nicht unterschätzen, dass rechtsradikale Gruppierungen wieder vermehrt versuchen, Jugendliche anzusprechen, nicht nur irgendwo in Deutschland sondern auch in unserem unmittelbaren Umfeld.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.