Arbeit trägt Früchte

Veröffentlicht am 16.11.2016 in Presse

von links: MdB Norbert Spinrath, MdB Uli Grötsch, Geschäftsführer Petr Arnican, Helmut Fiedler, Präsident der EURES

Das Zusammenwachsen der Regionen unter die Zusammenarbeit der Regionen in Deutschland und Tschechien war einer der Programmpunkte beim Besuch des Europapolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Norbert Spinrath, in der Nordoberpfalz. Auf Einladung des Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch war der Europapolitiker nach Weiden gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Stand der Bemühungen zu machen.

Beim Besuch der Organisation "EURES", die sich um die Unterstützung von deutschen und tschechischen Arbeitnehmern, die jeweils im benachbarten Ausland arbeiten, kümmert, konnte Spinrath dabei viel Positives erfahren: "Die Arbeit der letzten Jahre trägt Früchte", fasste Geschäftsführer Petr Arnican zusammen. "Unsere Arbeit hat sich aber auch verändert. Während noch vor ein paar Jahren die Vermittlung von Arbeitskräften der Hauptaspekt unserer Arbeit war, ist das inzwischen die Beratung von Arbeitnehmern geworden", so Arnican. Bei der Beratung gehe es etwa um die Unterschiede in den Sozialversicherungssystemen oder um die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern in Deutschland und Tschechien. "Geld ist dabei gerade für Tschechen heute kaum mehr ein Grund, in Deutschland eine Arbeit zu suchen, nachdem sich der Durchschnittslohn seit den 90ern in manchen Branchen verzehnfacht hat", ergänzte der Präsident der EURES-Partnerschaft Bayern-Böhmen, Helmut Fiedler. Facharbeiter würden dabei auf beiden Seiten der Grenze in den etwa gleichen Branchen gesucht: Metallverarbeitung und Mechatronik seien hierbei die Schwerpunkte, so Fiedler.

Norbert Spinrath, der selbst aus der deutschen Grenzregion zu den Niederlanden und Belgien kommt, fragte nach der Sprachbarriere als Vermittlungshemmnis. In diesem Zusammenhang sah der Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch nach wie vor die Politik in der Pflicht: "Die Sprachbarriere ist in allen Bereichen der deutsch-tschechischen Nachbarschaft nach wie vor das größte Hemmnis", so Grötsch. Es gebe nach wie vor zahlreiche erfolgreiche Projekte, jedoch sei die Notwendigkeit des Erlernens der tschechischen Sprache nach wie vor nicht in der breiten Bevölkerung angekommen. Die Angebote in den Schulen scheiterten etwa nicht zuletzt am fehlenden Interesse in den Schulklassen. Hinsichtlich der Sprachqualifikation der Arbeitnehmer sah EURES-Präsident Fiedler nicht zuletzt die Arbeitnehmer in der Verantwortung: "Es sind in erster Linie die Betriebe, die von der Sprachkompetenz ihrer Mitarbeiter profitieren, weshalb diese auch aufgefordert sind, Sprachtrainings zu finanzieren", so Fiedler. 

Abschließend dankten die Bundestagsabgeordneten Grötsch und Spinrath Petr Arnican und Helmut Fiedler für ihre langjährige Arbeit. "Ihr seid die Garanten dafür, dass aus den beiden Regionen in Deutschland und Tschechien ein gemeinsamer, grenzüberschreitender Arbeitsmarkt entsteht", so Grötsch.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.