Affront gegen bayerische Milchbauern

Veröffentlicht am 26.03.2009 in Europa

SPD-Agrarsprecher Josef Kollmannsberger nimmt Europakandidaten in die Pflicht

Bei einer Informationsveranstaltung zur Europawahl überreichte der agrarpolitische Sprecher des SPD-Kreisverbandes Landshut, Josef Kollmannsberger, dem sozialdemokratischen Kandidaten zur Europawahl, Christian Flisek, ein Forderungskatalog für die künftige Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik. Der Bruckberger Gemeinderat ging zuerst auf die EU-Pflanzenschutzpolitik ein. Natürlich, so der Landwirt, seien hochgiftige Wirkstoffe vom Markt zu nehmen. Allerdings solle hier die EU eine Politik mit Augenmaß betreiben, damit die langfristige Produktion von Nahrungsmitteln und Biomasse nicht gefährdet werde. Realistische Übergangsregelungen seien notwendig, damit auch weiterhin ein angemessenes Resistenzmanagement durch die Landwirte erfolgen könne.

Gegenüber Christian Flisek bekundete Kollmannsberger weiterhin sein Bedauern über die Reformen des Milchmarktes beim Health Check. Italien eine sofortige fünfprozentige Erhöhung der Milchquote zuzugestehen bezeichnete er als Affront gegen die bayerischen Milchbauern, die derzeit mit der desaströsen Milchpreisentwilcklung schon genug zu kämpfen hätten. Die Zustimmung der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kritisierte Kollmannsberger und forderte zugleich eine Korrektur dieser Beschlüsse, die völlig an der derzeitigen besorgniserregenden Marktsituation vorbei gingen. Bezüglich der Offenlegung der Zahlungen an die Landwirtschaft äußerte Kollmannsberger Bedenken. Entweder würden alle Zahlungen offen gelegt, auch die Subventionen der Industrie, oder eben keine, so der agrarpolitische Sprecher. Die derzeitige Lösung sei indiskutabel und fördere nur eine unnötige Neiddiskussion. Weiterhin wurde noch die Thematik der Steigerung der Modulation diskutiert, die Kollmannsberger scharf kritisierte.

Christian Flisek sicherte zu, die angesprochenen Forderungen nach Kräften zu unterstützen. Ziel müsse eine gerechte und nachhaltige Agrarpolitik sein, die eine Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln auch weiterhin fördere und nicht behindere.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.