Acht-Punkte-Katalog zur Familienpolitik

Veröffentlicht am 14.04.2010 in Familie

Landtags-SPD fordert Ausbau des Bildungs- und Betreuungsangebots

"Die Politik darf die grundlegenden Voraussetzungen einer familienfreundlichen Politik auch in Krisenzeiten nicht aus dem Blick verlieren." Die SPD-Landtagsfraktion hat jetzt einen Acht-Punkte-Katalog zur Familienpolitik vorgelegt, teilte die stv. Landesvorsitzende MdL Annette Karl mit.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert für Bayern:
  • Den bedarfsgerechten Ausbau aller Kinderbetreuungseinrichtungen von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort und der Ganztagsschule. Das bedeutet vor allem Ganztagsplätze in den Betreuungseinrichtungen.
  • Den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder von 1 bis 16 Jahren.
  • Insbesondere für Betreuungseinrichtungen von Kindern unter drei Jahren müssen mehr Erzieher zur Verfügung gestellt werden. Es reicht nicht, die erforderliche Zahl zu erreichen, die Qualität muss ebenso stimmen.
  • Der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen bis zum Schulalter muss kostenfrei sein. Die SPD-Landtagsfraktion schlägt drei Schritte vor: • Das letzte Kindergartenjahr soll ab 2011 kostenfrei sein, • 2013 soll ein weiteres Kindergartenjahr hinzukommen und • 2015 das erste Kindergartenjahr und die Krippenzeit. Der Freistaat Bayern muss dabei die Kommunen durch einen höheren Anteil an der Finanzierung der Kinderbetreuung entlasten.
  • Ein kostenloses, gesundes Mittagsessen in allen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen als einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderarmut.
  • Das Prinzip der vollständigen Einbeziehung von Kindern mit einer Behinderung (Inklusion) muss in allen bayerischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulhorten umgehend verwirklicht werden.
  • Die Jugendämter müssen mit mehr Personal ausgestattet werden, damit sie ihren Aufgaben - vor allem bei der Betreuung von schwierigen Familien – gerecht werden können.
  • Um dem Mangel an Erziehungspersonal in den nächsten Jahren vorzubeugen, sollten jetzt Sofortmaßnahmen bei der Erzieherausbildung ergriffen werden.
Nachdem durch das Bundesprogramm zum Ausbau der Kleinkinderbetreuung das Land Bayern bis 2013 rund 340 Millionen Euro für den Ausbau und ab 2014 weitere 115 Millionen Euro jährlich als Betriebskostenzuschuss erhält, ist es nun vornehmlich Aufgabe der Länder, diesen Steilpass direkt zu verwandeln. Die Staatsregierung kommt dieser Aufgabe jedoch nur zögerlich nach. Mit 10,8 Prozent betreuten Kindern unter drei Jahren ist in Bayern nicht einmal ein Drittel der bis 2013 vereinbarten Betreuungsquote von 35 Prozent erreicht. Auch die Ausbildung von ausreichendem und qualifiziertem Personal hinkt in Bayern hinterher. Bis zu 3400 Fachkräfte müssen in Bayern bis 2015 jährlich in Vollzeit eingestellt werden um die Betreuungsqualität zu sichern. Die Landtags-SPD fordert den Ausbau des Bildungs- und Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren und eine qualitative Steigerung der Ausbildung der Fachkräfte durch weitere Akademisierung sowie den Ausbau der Eltern- und Familienförderung. Da Betreuungseinrichtungen Bildungseinrichtungen sind, appelliert die SPD an die Staatsregierung, ein flächendeckendes Netz von Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen. Dieses Angebot muss kostenlos sein, damit niemand seinem Kind aus Kostengründen verwehren muss, an dieser Bildung teilzuhaben. Der Staatsregierung mit ihrem Entschluss, ab 2013 ein Betreuungsgeld an die Eltern zu zahlen, ist eine klare Absage zu erteilen
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.