Den Landkreis Landshut zukunftsfest machen

Veröffentlicht am 07.02.2016 in Kreistagsfraktion

SPD-Fraktion diskutierte Haushaltsentwurf des Landkreises

Die Anzahl der Einwohner im Landkreis Landshut wächst und ebenso wächst das Haushaltsvolumen des Landkreises an. Der Haushaltsansatz für 2016 sieht 164,4 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt vor und 31,9 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt.

Die SPD-Kreisräte berieten in Ergolding den Kreishaushalt, den Peter Poesze und Gerhard Brandstetter erläuterten. Lag in den letzten Jahren der Focus auf dem Neubau und der Erweiterung von Schulen, wie beispielsweise des Gymnasiums Ergolding oder der Berufsschulen, so stehen in den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von über 20 Millionen Euro für die Generalsanierungen der Realschulen in Ergolding und Rottenburg, des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums in Vilsbiburg und der „Schule an der Bina“ auf der Agenda des Landkreises. Hinzu kommen. Die Neubauten der Turnhallen in Neufahrn und Vilsbiburg. „Damit wird deutlich, dass der Landkreis Landshut Wert legt auf den Erhalt und den Ausbau seiner Infrastruktur für die junge Generation“, so Kreisrat Sebastian Hutzenthaler. Dass der Landkreis Landshut eine wirtschaftlich starke Region sei, mache auch der kontinuierliche Anstieg der Umlagekraft deutlich, der in diesem Jahr bei 158,3 Millionen Euro liege und seit 2007 um fast 70 Prozent gestiegen sei.

Auf einem hohen Niveau befinde sich allerdings auch die Kreisumlage mit derzeit 50,5 Punkten, machte der Bucher Bürgermeister Franz Göbl deutlich. Dennoch wollen die SPD-Kreisräte nicht an der Höhe der Kreisumlage rütteln, denn sie wollen wichtige Maßnahmen im Landkreis Landshut auf den Weg bringen: „Bereits im Sommer 2015 haben wir den Antrag gestellt, im Bereich des kommunalen Wohnungsbaus aktiv zu werden“, erinnerte Ruth Müller an den einstimmig gefassten Beschluss im Kreistag. Im Jahr 2016 müsse nun gehandelt werden, um genügend bezahlbaren Wohnraum für alle Landkreisbürgerinnen und –bürger zu haben. Die SPD-Fraktion beantragt deshalb, im Landkreishaushalt 1 Million Euro für den Wohnungsbau bereit zu stellen. „Gerade jetzt sind attraktive Konditionen auf dem Markt“, informierte Ruth Müller, MdL über das 3-Säulen-Modell zur Wohnraumschaffung. Zum Glück gebe es im Landkreis Landshut bereits zwei Wohnungsbaugenossenschaften, die man mit diesem Geld unterstützen könne. Alternativ habe der Landkreis Landshut auch ein Kommunalunternehmen, das tätig werden könne. Hierzu sei es aber auch nötig, mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen wie Kirchen, Bauträger, Investoren, Wohlfahrtsverbände und Gemeinden ins Gespräch zu kommen, um die Chancen der Nachverdichtungen und Sanierungen zu nutzen.

Dass der Haushaltsplan auch eine Stelle für den Bereich „Wohnraummanagement“ vorsieht, begrüßen die Sozialdemokraten. Im Landkreis Landshut gibt es derzeit kein Leerstandsmanagement, Eigentümer von Wohnraum wüßten oft nicht, an wen sie sich wenden können und gerade die kleineren Gemeinden benötigen bei diesem Thema Unterstützung. Hilfe benötigen aber auch die vielen Ehrenamtlichen, die in den Asyl-Helferkreisen in den Gemeinden wertvolle Integrationsarbeit leisten. Die SPD stellt deshalb den Antrag, einen hauptamtlichen Koordinator einzustellen, der als Ansprechpartner für die Helferkreise Unterstützung bietet. Zudem fordern die SPD-Politiker, dass sich der Landkreis Landshut um eine geförderte Stelle eines „Bildungskoordinators“ bewirbt. Ab 1. März können diese Stellen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden, besetzt werden. „Damit Integration und Bildung nicht wie in der Vergangenheit dem Zufall überlassen wird, braucht es jetzt verlässliche Konzepte“, so Ruth Müller, MdL. Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag von Landshut sieht in dem neuen Maßnahmenpaket die Chance, dem Siegel „Bildungsregion Landshut“ noch mehr Nachhaltigkeit zu verschaffen. „Es liegt jetzt in der Hand der Kommunalpolitiker vor Ort, den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten“, so Ruth Müller.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.