Heimat Höhenberg- Leben in der Gemeinschaft

Veröffentlicht am 30.07.2015 in Kreistagsfraktion

Inklusion anders gedacht - MdL Ruth Müller besucht mit Kreistagsfraktion die Lebensgemeinschaft Höhenberg

Velden/Höhenberg: "Hallo Bürgermeister, wie schön Dich wiederzusehen." ruft Franky, ein Bewohner der Lebensgemeinschaft Höhenberg e.V., Veldens Altbürgermeister Gerhard Babl schon von weitem zu und umarmt ihn freudig. Auch Babl freut sich wieder in Höhenberg zu sein und die ganz besondere Atmosphäre die das Zusammenleben von Betreuten und Betreuenden in der dorfähnlichen Lebensgemeinschaft prägt, erneut zu erleben.

Velden/Höhenberg

Um das Bewusstsein für die in Niederbayern einzigartige Einrichtung zu stärken, besuchte er sie zusammen mit der Pfeffenhausener Landtagsabgeordneten Ruth Müller, Martin Schuster, dem stellvertretenden Bürgermeister aus Velden, und Erich Holler, die die Lebensgemeinschaft und die Werkstätten kennenlernen wollten.

Nach einer Begrüßung des Geschäftsführers Clemens Hiller-Stadtmann, führte der Wohnbereichsleiter Matthias Waxenberger die Gäste zum Pappelhaus, eine der sechs familiären Hausgemeinschaften von Nichtbehinderten und Behinderten, die dort in einer  wohngemeinschaftsähnlichen Form zusammen leben und die täglich anfallenden Aufgaben gemeinschaftlich regeln. Dabei wird besonders auf den Leitgedanken ,,Hilfe zur Selbsthilfe‘‘ Wert gelegt, um den Betreuten so viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Hilfe und Fürsorge durch die Betreuenden wie nötig zu ermöglichen. Die Gäste waren besonders von dem offenen und sehr großzügig gestalteten Raum und der familiären Atmosphäre des Wohnhauses überrascht, in der viel Wert auf das Miteinander gelegt wird.

,,Eltern von pflegebedürftigen Kindern haben oftmals die Sorge, dass sich nach ihrem Tod niemand mehr um ihre Kinder kümmern wird. Durch eine Einrichtung wie die Höhenberger Lebensgemeinschaft kann so eine Sorge auf eine wunderbare Art und Weise vermindert werden. Deshalb ist es sehr wichtig, eine noch größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für solche Lebensgemeinschaften zu schaffen. ‘‘ stellte die Landtagsabgeordnete Ruth Müller fest. Auch finanziell werden die Angehörigen nicht belastet, da die Höhenberger Lebensgemeinschaft zu 80% vom Bezirk, zu 15% vom Eigenumsatz der Werkstätten und zu 5% durch Spenden finanziert wird.

Außerdem wird auf eine gesunde Ernährung der Bewohner sehr viel Wert gelegt und so werden einige Produkte, die in die Wohnhäuser gebracht werden, eigenständig in den vielen verschiedenen Werkstätten hergestellt. Damit sich auch die Gäste ein Bild davon machen können, zeigte ihnen der Werkstattleiter Florian Klotz zunächst die 35 Milchkühe und Jungrinder, den Zuchtstier und die 16 Schweine, die zum landwirtschaftlichen Organismus der Lebensgemeinschaft dazugehören. Für die Fütterung der Tiere werden die Felderzeugnisse des eigenen Betriebs verwendet, das Getreide in der eigenen Bäckerei zu Backwaren hergestellt und die Kuhmilch wird in der Hofkäserei verarbeitet. Die Höhenberger Landwirtschaft arbeitet nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.

Doch es werden nicht nur Lebensmittel in den Werkstätten produziert. So gibt es auch eine Kerzenwerkstatt, eine Filzwerkstatt, eine Hofschnitzerei, Gärtnerei, Montagewerkstatt und auch eine Choroi-Werkstatt, in der Instrumente für Kinder gebaut werden. Durch die verschiedenen Arbeitsbedingungen der einzelnen Werkstätten findet jeder einen für seine Fähigkeiten geeigneten Arbeitsplatz und kann sich individuell einbringen. Ruth Müller ist vom guten Beispiel der Lebensgemeinschaft Höhenberg überzeugt, sie zeige Inklusion von einer ganz anderen Seite und beweise, dass ein Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten in der Gemeinschaft sehr gut funktioniere.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.