Geschichtswerkstatt in Rohr

Veröffentlicht am 05.11.2014 in Veranstaltungen

Viel Zuspruch erhielt die Geschichtswerkstatt in Rohr u.a. von Ruth Müller,MdL (Mitte), Karin Hagendorn (2.v.li.), Georg Riedl (3.v.li.) sowie KSK-Vorsitzender Anton Pernpaintner (3.v.re)

 

Das Wissen vor Ort auf eine breitere Basis gestellt

3. Station der Geschichtswerkstatt in Rohr bracht reichhaltig Fundstücke und Besucher

 

Bei der „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“ am 1./2. November in Rohr wurden die Erwartungen übererfüllt. Eine vielfältige und reichhaltige Sammlung an Ausstellungsstücken brachten die Bürgerinnen und Bürger zur Ansicht und rund 30 Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um sich die Fundstücke aus ihrer Heimatregion anzusehen. Heimatpfleger Hans Lankes, Archivarin Karin Hagendorn und AK-Sprecher Rainer Pasta hatten alle Hände voll zu tun, die mitgebrachten Erinnerungsstücke zu sichten und zu dokumentieren.

War es einmal die Enkelgeneration, die die Erinnerungsstücke an die Großväter präsentierte, so waren es andern Mal die Söhne – bereits in betagtem Alter – die das Erbe ihrer Väter vorstellten. Immer jedoch waren es sehr umfangreiche und vielfältige Sammlungen, die zur Geschichtswerkstatt eingereicht wurden. Hunderte von Postkarten – alle zwischen Heimat und Kriegsschauplatz hin und hergeschickt – mit den unterschiedlichsten Motiven versehen,  begeisterten die Organisatoren und Besucher. Besonders auffällig waren die Feldpostkarten, die aus russischer Gefangenschaft die Heimat Rohr erreichten. Dazu gab es reichhaltige Dokumentationen zu den Kriegereignissen in Buchform sowie Urkunden, Orden und sehenswerte Einzelstücke zu sehen. Ergänzt wurden die eingereichten Objekte durch die bereits in mehreren Vorträgen vorgestellten Fundstücke von Hans Lankes. Doch auch für den Heimatpfleger waren einige neue, unbekannte Stücke aus dem Raum Rohr dabei, was die Veranstalter besonders freute. Ist doch eines der Ziele der Geschichtswerkstatt, das Wissen vor Ort zur Zeit des 1. Weltkrieges auf eine breitere Basis zu stellen.

Hans Lankes konnte wiederum durch seine vorhandene Sammlung dazu beitragen, die Geschehnisse in der Heimat, auf die es die Organisatoren der Geschichtswerkstatt besonders abgesehen hatten, darzustellen. Eine handgeschriebene Kriegschronik eines Rohrer Bürgers erzählt nach einhundert Jahren über die Geschehnisse in Rohr während des 1. Weltkrieges.

Die meisten Fundstücke konnten von den Familienangehörigen den jeweiligen Verwandten zugeordnet werden und waren immer mit einer ganz persönlichen Geschichte verbunden, so dass die Zeit an den beiden Aktionstagen wie im Fluge verging. Die eine oder andere Frage zu den gezeigten Stücken, sowie die niedergeschriebenen Zeilen auf den Karten, konnten von Archivarin Karin Hagendorn zuverlässig beantwortet bzw. vorgetragen werden. Die Teilnehmer freuten sich über die gute Resonanz, die ihre Fundstücke hervorriefen und zeigten sich bereit, ihre Schätze auch am Abschlusstag der Geschichtswerkstatt, dem 21. Dezember, in Mallersdorf-Pfaffenberg zur Ausstellung zu bringen. Die nächste Station der Geschichtswerkstatt ist das Heimatmuseum Sünching, wo am 8. und 9. November die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, ihre Fundstücke vorzustellen.

 

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.