Baustelle Bildung – Margit Wild will mehr Burnout-Prävention für Lehrkräfte

Veröffentlicht am 19.09.2014 in Presse

Zum Start ins neue Schuljahr 2014/15 fordert die Regensburger Bildungsexpertin Margit Wild mehr Burnout-Prävention für die bayerischen Lehrkräfte. „Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Lehrkräfte zu den Berufsgruppen gehören, in denen die Gefahr für einen Burnout vergleichsweise hoch ist“, so Wild.

Das liege an verschiedenen Faktoren: Zum einen sei die zeitliche Belastung für Lehrkräfte sehr hoch, der Unterricht sei eine intensive Zeit, die Kraft koste. Zum anderen stelle die seit Jahren unbefriedigende Jobsituation durch die restriktive Einstellungspolitik der Staatsregierung einen weiteren Burnout-Faktor dar: „Viele junge Menschen, die äußerst gut ausgebildet unsere Universitäten verlassen, sitzen auf der Straße oder werden nur für ein Schuljahr angestellt. Dieser Druck ist auf Dauer nicht auszuhalten“, meint Wild. Zudem müssten viele Lehrkräfte an mehreren Schulen gleichzeitig unterrichten, weil sie nur für geringe Stundenkontingente eingestellt werden. „An drei Schulen gleichzeitig zu sein, das zeitlich zu koordinieren und die stete Pendelei – das ist eine Zumutung“ kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete.

Der Freistaat müsse seine Einstellungspolitik überdenken und für die jetzt betroffenen Lehrkräfte mehr Hilfestellungen anbieten. „Meine Schriftliche Anfrage zu diesem Thema hat ergeben, dass an den neun staatlichen Schulberatungsstellen zwar Ansprechpartner vorhanden sind und Kurse angeboten werden, hier insgesamt aber nur 63.000 Euro zur Verfügung stehen. Das sind 7.000 Euro pro Beratungsstelle, damit kommt man nicht weit“, so Wild. Hier müsse der Freistaat mehr Engagement zeigen.

„Gleichzeitig müssen wir uns natürlich überlegen, wie wir die jungen Menschen gleich zu Beginn besser auf die stressige Schulzeit vorbereiten können und bei den Studierenden eine gute Selbsteinschätzung evozieren können“, schlägt Wild vor. Es würden viele junge Menschen das Lehramtsstudium aufnehmen, ohne dafür ausreichend geeignet zu sein.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.