Schulleiter werden wegrationalisiert – Sparpolitik der Staatsregierung auf dem Rücken von Kindern und Lehrern

Veröffentlicht am 30.01.2014 in Presse

In den letzten Jahren wurde an immer mehr kleinen Grundschulen in Bayern die Schulleiterstelle nicht mehr besetzt, sondern in Doppelarbeit von einer benachbarten Schule mit erledigt. So auch bei der Grundschule Pechbrunn (Landkreis Tirschenreuth), die sich seit dem Schuljahr 2013/14 die Schulleitung mit der Grundschule Mitterteich teilt. In mehreren Anfragen hatte die Landtagsabgeordnete Annette Karl versucht zu erfahren, ab welcher Schülerzahl eine Schulleiterstelle nicht mehr besetzt wird. Vom Kultusministerium gab es immer nur die ausweichende Antwort „Entwicklung der Schülerzahlen“.

Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Seehofer in der Regierungserklärung vom 12.11.13, dass alle selbstständigen Schulen erhalten bleiben, wo es von Gemeinde und Eltern gewünscht ist, wollte die Wirtschaftspolitikerin und SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum nun wissen, ob damit auch wieder die bisher unbesetzten Schulleiterstellen wieder mit Leben gefüllt werden – denn zu einer Schule im Dorf gehört auch ein Schulleiter.
Leider hält das Ministerium an der Doppelbelastung für Schulleitung mit mehreren eigenständigen Schulen unter einer Leitung fest und spart damit wieder einmal auf Kosten der Beamten eine minimale Zulage ein. Die Praxis der Nichtbesetzung der Schulleiterstellen an kleineren Schulen belastet nicht nur die Lehrkräfte vor Ort mit Arbeiten die nicht in ihren Aufgabenbereich fallen, sondern auch die Schulleitungen mit Hin- und Herpendelei von einer Schule zur anderen.
Karl fordert daher von der Staatsregierung ein Ende dieser Praxis. „Zu einer selbständigen Schule gehört auch eine eigenständige Schulleitung. So stellt sich nicht nur die Schulgemeinschaft eine normale Schule vor – sondern das Festhalten an der Praxis das kleine Schulen keine Schulleitung erhalten zeigt eigentlich nur, dass man auch hier wieder auf Kosten des ländlichen Raumes zu Lasten der Kinder und Lehrer Gelder einspart. Zu einer Schule gehört eine Schulleitung, so wie zu einer Gemeinde ein eigener Bürgermeister – hier denkt auch niemand darüber nach, ob diese von der nächstgrößen Kommune gleich mitverwaltet wird,“ so Karl.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.