Aufbruch Bayern - Teure Kampagne ohne Nutzen

Veröffentlicht am 15.09.2012 in Landespolitik

MdL Annette Karl kritisiert Verschwendung von Steuergeldern

Die aktuelle Diskussion um das Browserspiel "Aufbruch Bayern" macht eins deutlich - außer Steuergeldverschwendung und eigener Lobhudelei der beiden Regierungsparteien CSU und FDP ist aus der Kampagne unter dem Motto "Aufbruch Bayern" der Staatsregierung noch nichts herausgekommen.
So hat die Kampagne allein im Jahr 2011 schon 1.164.304,75 € verschlungen, wie ein Bericht an den Landtag vor kurzem deutlich gemacht hat. Während im Kultusministerium 560 € für eine Veranstaltung und 30.000 € für Baumwolltaschen ausgegeben wurden umfasste der ausgegebene Etat in der Staatskanzlei 1.133.744,75 € für Broschüren, Logo, Tragtaschen, GiveAways und das neu aufgetauchte Computerspiel.

Landtagsabgeordnete Annette Karl hatte schon im Jahr 2011 kritisiert, dass sich die Staatsregierung in Rahmen der Kampagne mit fremden Federn schmücke, nachdem an Autobahnbaustellen an der A93 auf das Programm hingewiesen wurde, obwohl an diesen Baustellen gar keine bayerischen Gelder verbaut werden - Staatsminister Herrmann räumte diese Irrführung damals in der Beantwortung auf eine Anfrage ein und ließ die "Aufbruch" Schilder umgehend entfernen.

Wie die Kritik der Netzgemeinde am Browserspiel zeigt, ging auch dieser Werbetrick deutlich nach hinten los - die Staatsregierung macht mit der Freischaltung eines solchen Spieles deutlich, dass sie sich immer weiter von einer konkreten, zukunftsorientierten Politik entfernt und aktives Handeln durch alberne Werbeaktionen ersetzt. Gerade in den Regionen, die nur mit der von Staatsminister Zeil hochgelobten 1 MB Breitbandgeschwindigkeit versorgt sind, dürfte es schwierig werden ein Browserspiel vernünftig zum Laufen zu bringen - noch nicht einmal ein so schlechtes wie dieses - , so die Breitbandexpertin der SPD-Landtagsfraktion.

Karl: "Wahrscheinlich steht aber dieses Computerspiel nach dem Spott im Netz gar nicht mehr zur Verfügung, wenn auch die weißen Flächen im Freistaat mit dem immer noch nicht gestarteten neuen Ausbauprogramm für schnelles Internet versorgt werden können. Denn die Bürger und Kommunen warten nun schon seit dem 01.01.2012 auf ein neues, effektives Programm."

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.