Sonne, Wind , Biomasse....
... welchen Energiemix braucht/will Geiselhöring
Bei der letzten Vorstandssitzung der Geiselhöringer SPD im Biergarten der Pizzeria Portofino II am vergangenen Freitag drehte sich alles um die bevorstehende Energiewende. Die Geiselhöringer Sozialdemokraten wollen keine von oben aufgesetzte Lösung, sondern zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern einen eigenen Ansatz erarbeiten. Zusammen mit dem SPD-AK Labertal organisiert der Ortsverein ein Ökostromwechselberater-Seminar und lädt die Geiselhöringer/innen zum Energiegipfel ein.
„Sonne, Wind , Biomasse: welchen Energiemix braucht/will Geiselhöring“ lautet der Titel des Geiselhöringer Energiegipfels, der am 20. Juli ab 19 Uhr im Gasthaus Hagn/Sallach stattfinden wird. „Wir wollen nicht warten bis in zwei, drei Monaten die Investoren vor der Tür stehen um überall Windräder aufzustellen und sich gleich eine entsprechende Gegenbewegung gründet. Wir wollen aber auch nicht erneut erleben, dass bei jedem Solarfeld oder jeder Biogasanlage die Volksseele hoch kocht“, so SPD Ortsvorsitzender Johannes Faden. Die Bürgerinnen und Bürger hatten in den vergangenen Wochen reichlich Gelegenheit, sich vor Ort über die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien zu informieren, so Faden weiter. Es sei nun an der Zeit, dass die Bürgerinnen und Bürger sagen, was sie in Zukunft für Geiselhöring wollen – und was nicht. „Dazu wollen wir bei unserem Energiegipfel, in einer Art Bürgerversammlung, die Meinungen und Stimmungen in der Bevölkerung abrufen und daraus einen Arbeitsauftrag für den Stadtrat erarbeiten, den wir als Antrag einbringen werden“, verspricht der SPD-OV-Vorsitzende. In einer Diskussionsrunde sollen das Für und Wider der einzelnen Energieträger und mögliche Standorte am Ort diskutiert werden. Auch die Energieeinsparung und die Effizienzsteigerung sollen beleuchtet werden und in einer persönlichen Wertung der dargestellten Möglichkeiten kann sich jeder Teilnehmer in die „Handlungsanweisung an den Stadtrat“ einbringen.
„Ökostromwechselberater-Seminar“
Am 30. Juli lädt der SPD-AK Labertal alle Interessierten zum „Ökostromwechselberater-Seminar“ ein. Von 10 bis 17 Uhr schult das Team der Beratungsagentur projekt21plus im Sportheim Oberlindhart SPD-Mitglieder und interessierte Bürger/-innen in Sachen Ökostrom. „Nur wenn die Verbraucher mit ihrer Entscheidung für einen echten Ökostromlieferanten ihren Beitrag zur Energiewende leisten, wird sie auch klappen“, zeigt Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal, überzeugt. Doch es ist nicht leicht sich im Anbieter- und Tarif-Dschungel zurechtzufinden. Aus diesem Grund hat sich der AK Labertal entschlossen Mitglieder aus den eigenen Reihen, aber auch die interessierte Bevölkerung, entsprechend fortzubilden. Lediglich vier Anbieter auf dem deutschen Strommarkt sind echte Ökostromanbieter, die ihre Gewinne auch wieder in dezentrale Anlagen investieren – alle anderen gehören in irgend einer Weise zu den vier großen Stromgiganten E.ON, EnBW, Vattenfall und RWE, die weiterhin auf Großkraftwerke und Megastromtrassen setzen. „Das Seminar (Unkosten: 20 Euro für SPD-Mitglieder, 40 Euro Nichtmitglieder) bietet einen interessanten und tiefgründigen Einblick in den deutschen Strommarkt und die Eckpunkte einer ökologisch sinnvollen und im Bürgerinteresse liegenden Energiewende. Gerade für uns Labertaler ist es entscheidend sich über einen möglichen regionalen Energieverbund zu informieren, sind die Voraussetzung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei uns schlecht wie selten wo anders“, so Rainer Pasta.
Anmeldung unter rainer.pasta@freenet.de oder telefonisch unter 09423-943608.