Gedenken an Tschernobyl vor 25 Jahren

Veröffentlicht am 03.05.2011 in Bundespolitik

Niederaichbach. Am Ostermontag war auch wieder die NiederbayernSPD bei der wöchentlichen Mahnwache am Alt-Reaktor Isar 1 bei Niederaichbach dabei. Dass das Kernkraftwerk Isar 1 inzwischen „vorläufig“ abgeschaltet worden ist, darauf sind die Genossinnen und Genossen aus Niederbayern natürlich etwas stolz. Ein Wermutstropfen ist natürlich, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung aus CDU, CSU und FDP erst die massive Schocktherapie aus Fukushima gebraucht hatte, um endlich einzusehen, dass die Atomkraft selbst in Hochtechnologieländern wie Japan kaum beherrschbar ist, ganz abgesehen vom viele tausende Jahre hochradioaktiv strahlenden Müll, der über tausende von Generationen sicher zu lagern ist.

Zusammen mit vielen hundert Menschen standen die SPD-Mitglieder aus Niederbayern wieder vor dem Atomkraftwerk in Niederaichbach. Bei der Kundgebung wurde auch den 25. Jahrestag des Super-GAUs im ukrainischen Tschernobyl am 26. April 1986 gedacht, mit zehntausenden von Opfern und großen Landstrichen, die bis heute unbewohnbar sind. Die Auswirkungen des GAUs sind bis in Niederbayern spürbar.

Immer noch sind Pilze und Wild oft radioaktiv belastet und müssen zum Teil als Sondermüll entsorgt werden.

Für die unglaubliche „Rolle rückwärts“ von Merkel, Seehofer und Söder hat es erst wieder einen Super-GAU gebraucht, ziemlich genau 25 Jahre nach Tschernobyl, so SPD-Kreisvorsitzender Dr. Vilsmeier aus Dingolfing-Landau, dabei hatte die SPD-geführte Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder 2002 den Ausstieg aus der Atomenergie unter schwierigen Verhandlungen mit der Atomindustrie und unter massiver Gegenwehr der Schwarz-Gelben im Atomgesetz fixiert. Zusätzlich wurde der Umbau der Energieversorgung auf alternative Energien mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeleitet und forciert, was einmalig in der Welt ist. Das wurde durch die Laufzeitver-längerung im letzten Herbst von Merkel, Seehofer und Co. wieder verworfen, um den großen Energiekonzernen wieder hunderte von Millionen Euro in die Taschen zu spülen.

Und jetzt tun Merkel, Seehofer und Söder in München und Berlin so, als wäre der, bisher nur vorläufige, Ausstieg etwas völlig Neues. Dem kann man nur entgegnen, so die Genossen aus Niederbayern: „Wer hat den Atomausstieg erfunden, gemacht und ist in die alternativen Energien eingestiegen? Die SPD!“

Foto: Die SPD-Mitglieder Niederbayern mit der SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Anja König (mitte), der SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller (4.v.li.) aus Landshut und dem SPD-Kreisvorsitzenden Bernd Vilsmeier (mitte) aus Dingolfing-Landau bei der Mahn-wache beim AKW Isar 1 mit Gedenken an den Super-Gau in Tschernobyl vor 25 Jahren.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.