Mannsbilder? Weibsbilder? Neue Bilder!

Veröffentlicht am 25.03.2011 in Arbeitsgemeinschaften

Jusos Oberpfalz beteiligten sich am "equal pay day"

Man könnte meinen, im Jahr 2011 sei die Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland gewährleistet und der Kampf für ein Lohnsystem, in dem die Qualifikation und die Leistung, nicht die soziale Herkunft oder das Geschlecht eine Rolle spielen längst gegen die Widerstände der ewig Gestrigen gewonnen. Das ist leider weit gefehlt, auch wenn es in den letzten Jahrzehnten einige Fortschritte gegeben hat.

Nach wie vor ist es traurige Realität, dass Frauen im Durchschnitt 23 % weniger verdienen als Männer. Dieser Wert hat sich nach Auskunft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit Jahren nicht verändert. Für Frauen kommt neben der beruflichen Belastung häufig noch die Haushaltstätigkeit hinzu, da diese leider nach wie vor als "Frauenarbeit" angesehen wird, vor allem von Konservativen.

Neben der ungleichen Bezahlung ist ein weiteres Problem unübersehbar: 70 Prozent der im Niedriglohnsektor Beschäftigten sind Frauen. Das heißt, dass Einkommensarmut in Deutschland vor allem weiblich ist. Ein Grund ist, dass Frauen überproportional in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind. Aber auch 33 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen verdienen unterhalb der Niedriglohnschwelle.

"In einer fortschrittlichen Gesellschaft darf es für die Bezahlung einer Tätigkeit keinen Unterschied machen, welchem Geschlecht man angehört", erklärt Sebastian Roloff, Bezirksvorsitzender der Jusos Oberpfalz. "Wir Jusos kämpfen seit Jahren Seite an Seite mit der Frauenbewegung, um die völlig inakzeptablen Unterschiede bei der Entlohnung für die gleiche Tätigkeit zu beseitigen. Daher unterstützen wir die Aktionen zum equal pay day am 25.03.2011 unter dem Motto ,Mannsbilder? - Weibsbilder? - Neue Bilder!'," ergänzt der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jusos Tobias Afsali.

Der equal pay day ist ein seit 2008 bestehendes Aktionsbündnis, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lohngleichheit für Männer und Frauen zu verwirklichen und Rollenstereotypen abzubauen. Auch in Regensburg und in Weiden fanden am 25.03.Vorträge und Aktionen statt, zum Beispiel auf der Steinernen Brücke in Regensburg. Dort sollen sich möglichst viele Menschen mit einer roten Tasche einfinden, die symbolisiert dass Frauen zu wenig in der Tasche haben, also in den "roten Zahlen" sind.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.