Freistaat muss Schulsozialarbeit weiter fördern

Veröffentlicht am 25.02.2011 in Bildung

MdL Margit Wild: Kindern dürfen Bildungschancen nicht vorenthalten werden

Seit zwölf Jahren wird in Bayern die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) vom Freistaat gefördert. Auch die Oberpfalz profitiert von diesem Programm: So sind an allen Regensburger Haupt- und Mittelschulen Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter im Einsatz; seit dem Schuljahr 2010/11 auch an sechs Grundschulen im Stadtgebiet. „Der Ausbau der Sozialarbeit an Schulen ist ein wichtiger Beitrag, zu einer sozial gerechten Bildungslandschaft“, so die Regensburger SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild. Insbesondere würden dadurch benachteiligte Kinder und ihre Familien besser erreicht. „Die Schulsozialarbeit erhöht Bildungschancen und erfüllt somit eine gesamtgesellschaftlich bedeutsame Integrationsaufgabe“, so Wild weiter.

Allerdings ist der weitere Ausbau der JaS bayernweit gefährdet. „Die von der Staatsregierung eingeplanten Mittel reichen nicht aus, um die ins Auge gefassten weiteren 600 Stellen zu finanzieren“, kritisiert die Abgeordnete. Die Staatsregierung wolle die finanzielle Förderung faktisch auslaufen lassen und somit die Kosten voll auf die Kommunen abwälzen. „Der Freistaat stiehlt sich aus seiner Verantwortung und lässt die Kommunen im Regen stehen“, so Wild weiter.

Die Abgeordnete, die ihre Fraktion auch im Bildungsausschuss vertritt, fordert daher ein Umdenken: „Schulsozialarbeit ist Bildungsaufgabe, keine originäre Angelegenheit der Jugendhilfe.“, stellt Wild fest. Folglich müsste die Zuständigkeit auf das Kultusministerium übertragen werden. Dann wäre der Freistaat verpflichtet, die Finanzierung sicherzustellen. Bislang ist das Sozialministerium zuständig, das die JaS als „freiwillige Leistung“ des Freistaats begreift.

„Die Schulsozialarbeit ist zu wichtig, um sie stagnieren zu lassen. Eine verquere Kompetenzverteilung zwischen den Ministerien darf nicht dazu führen, dass den Kindern Bildungschancen vorenthalten werden.“, so die SPD-Politikerin. Gerade in Zeiten klammer kommunaler Kassen sei es notwendig, Bildungsangebote zu erhalten, um schulische und berufliche Perspektiven zu bieten. „Die Schulsozialarbeit muss daher weiter staatlich gefördert und ausgebaut werden“, so Wild.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.