Der Arbeitsmarkt braucht mehr Techniker!

Veröffentlicht am 03.08.2009 in Landespolitik

v.l.: Ruth Müller, MdL Johanna Werner-Muggendorfer, Kerstin Schanzer
SPD kritisiert: Einzige Technikerschule Niederbayerns darf sich nicht erweitern
„Niederbayern hat die geringste Quote an Wissenschaftlern und Ingenieuren – und leider wird sich daran wohl so schnell nichts ändern“ stellte MdL Johanna Werner-Muggendorfer im Gespräch mit den beiden Kreisvorsitzenden der SPD Landshut, Ruth Müller und Kerstin Schanzer fest. Im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags wurde noch vor der Sommerpause ein SPD-Antrag abgelehnt, der es mehr Jugendlichen erleichtert hätte, eine Technikausbildung zu absolvieren. Schon seit vielen Jahren seien die Anmeldungen doppelt so hoch wie die Zahl der tatsächlichen Schüler. Aber in diesem Jahr habe sich die Anmeldezahl in Landshut – der einzigen Schule Niederbayerns - verfünffacht.

„Die Nachfragen zur Aufnahme in die Technikerschulen in Bayern ist vor allem im Fachbereich Maschinenbau und Elektrotechnik zum Schuljahr 2009/2010 riesengroß, was ja auch anhand der Wirtschaftskrise fast zu erwarten war“, stellt die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Ruth Müller fest. In Landshut stehen 150 Anmeldungen einer Aufnahmekapazität von 32 Schülern gegenüber. Diese Situation ist in ganz Bayern ähnlich. Viele Technikerschulen an verschiedenen Standorten müssen deshalb geeignete Bewerber und Bewerberinnen zurückweisen, informierte Werner-Muggendorfer. Schüler, die abgewiesen werden, würden sich an privaten Schulen einschreiben, die dann Schulgeld verlangen. Dies widerspricht der SPD-Forderung, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfe, machte Kerstin Schanzer deutlich.

Die SPD im Landtag hatte den Antrag gestellt, die Deckelung der Klassen aufzuheben und weitere Klassenbildungen zuzulassen. Eine weitere Klasse in Landshut würde beispielsweise gerade einmal vier zusätzliche Lehrer benötigen, brächte aber eine enorme Erweiterung des Angebots an der Schule mit sich. Unverständlich ist das Abstimmungsverhalten im Landtag auch für Kerstin Schanzer angesichts der Meldungen, dass gerade in den technischen Berufen Nachwuchs gesucht werde. Als Mathematik- und Physik-Lehrerin wisse sie, wovon sie spreche, wenn sie auf den eklatanten Nachwuchsmangel aufmerksam mache.

Es wäre aber gerade jetzt, in der derzeit schwierigen Situation am Arbeitsmarkt sinnvoll, die Chancen zur Weiterqualifizierung zu eröffnen anstatt sie zu verschließen." Es wird Zeit, dass der beruflichen Bildung auch von politischer Seite der Stellenwert eingeräumt wird, den andere Schularten haben. Rund die Hälfte der Absolventen der Landshuter Maschinenbaufachschule verlässt beispielsweise die Schule mit der Hochschulreife. Niederbayern habe nur eine einzige Schule für Maschinenbau – und die stehe in Landshut. Niederbayerischen Schülern müssten hier durchaus mehr Angebot für die berufliche Bildung erhalten, waren sich die SPD-Politiker einig und fordern ein erhöhtes Budget für diese Schulen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.